Freund oder Feind?
Composition & Production: Sandra (created with AI assistance)
(DEUTSCH, ENGLISH, NEDERLANDS)
- Alles hat seine Zeit. (Prediger, Bibel)
- Nichts bleibt, wie es ist. Auch das geht vorüber. (Orientalisches Sprichwort)
- Nichts ist so beständig wie der Wandel. (Heraklit)
Schon seit jeher ist man sich dessen bewusst, dass nichts bleibt. Alles ist vergänglich. Etwas kommt, etwas geht. Man freut sich auf den Urlaub, einen geplanten Tagesausflug oder ein besonderes Treffen mit einem besonderen Menschen. Der Tag oder der Moment kommt, und geht wieder vorbei. Es ist wie ein Schiff, das man aus der Ferne kommen sieht, das irgendwann kurz vor einem vorbeifährt und sich dann wieder entfernt. Nur ein Bild oder ein Lied hält diesen Augenblick fest. So ist das Leben.
„Alles hat seine Zeit“, sagt Salomo (Prediger/Bibel). Alles hat einen Anfang, und alles hat ein Ende. So ist die Ordnung und Struktur der Schöpfung: das Gute, das Schlechte. Und genau da stellt sich die Frage: Ist Vergänglichkeit dein Freund oder dein Feind?
Dass es gut ist, wenn das Schlechte endet, darüber muss niemand diskutieren. Jeder freut sich, wenn Schwierigkeiten vorübergehen, wenn das Böse besiegt wird, oder zumindest besiegt scheint. Aber auch das Gute endet. Und komischerweise ist auch das gut so. Weißt du, warum?
Weil wir ohne die Tiefen des Lebens kein Wachstum erfahren. Wir lernen aus unseren Fehlern. Wir lernen uns selbst kennen, unsere Grenzen, Stärken und Schwächen. Gerade in schweren Zeiten begegnen wir uns selbst. Und hinzu kommt, dass wir das Gute nie wirklich schätzen würden, wenn wir nicht auch wüssten, wie es ist, durch tiefe Täler zu gehen.
Das Leben ist hart. Noch ein Sprichwort, und auch das stimmt. Aber wenn wir es richtig machen, nehmen wir auch diese Zeiten dankbar an, oder schließen sie zumindest dankbar ab. Dankbar für die wertvollen Lektionen. Dankbar für das innere Wachstum.
Und trotzdem: Auch wenn wir wissen, dass das Gute vergeht, damit noch mehr Gutes wachsen kann, tut es weh, wenn schöne Zeiten enden. Diese Trauer ist erlaubt. Auch der Prediger selbst tröstet nicht nur, er klagt auch. Wissen und Schmerz schließen sich nicht aus.
So ist Gott. Er weiß, dass das Leben nicht einfach ist. Aber er nutzt es zu guten Zwecken. Er macht uns stärker, weiser, größer, wertvoller. Er macht uns zu besseren Versionen von uns selbst.
Gott hat die Vergänglichkeit bewusst geschaffen. Wir sind nach seinem Ebenbild geschaffen, doch darin unterscheiden wir uns völlig von ihm: in Vergänglichkeit und Sünde. Meiner Meinung nach hängen diese beiden untrennbar zusammen. Wegen der Sünde ist Vergänglichkeit notwendig. Alles Böse muss ein Ende haben. Das Gute bleibt. Himmel und Erde werden eines Tages vollkommen sein. Das Böse und die Vergänglichkeit werden besiegt, sind durch Jesus schon besiegt. Doch wenn er wiederkommt, wird er es auch uns schenken.
Pediger 3, 1-8
Alles hat seine Zeit
1 Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde: 2 Geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit; 3 töten hat seine Zeit, heilen hat seine Zeit; abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit; 4 weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit; klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit; 5 Steine wegwerfen hat seine Zeit, Steine sammeln hat seine Zeit; herzen hat seine Zeit, aufhören zu herzen hat seine Zeit; 6 suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit; behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit; 7 zerreißen hat seine Zeit, zunähen hat seine Zeit; schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit; 8 lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit; Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit. (Luther 2017)
„Denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung sehnt sich mit uns und ängstet sich noch immerdar.“ (Römer 8,22, Luther 1912)
Auch wenn das Gute endet, kann Vergänglichkeit nicht als Feind gesehen werden, weil wir aus diesen Zeiten lernen und wachsen. Sie ist unser Freund, nicht unser Feind.
English
Impermanence
Friend or Enemy?
- There is a time for everything. (Ecclesiastes, Bible)
- Nothing stays the same. This too shall pass. (Middle Eastern proverb)
- Nothing is as constant as change. (Heraclitus)
We’ve known it forever, really: nothing stays. Everything is fleeting. Something comes, something goes. You look forward to a holiday, a planned day trip, or meeting someone special. The moment arrives… and then it passes again. It’s like a ship you watch approaching from far away, that sails right past you for a moment, then drifts off again into the distance. Only a photo or a song holds onto that moment. That’s just how life works.
There is a time for everything, says Ecclesiastes. Everything has a beginning, and everything has an end. That’s how creation is structured. The good. The bad. And that’s exactly where the question comes in: is impermanence your friend or your enemy?
Nobody needs convincing that it’s good when bad things end. Everyone’s relieved when hardship passes, when evil is defeated (or seems to be). But good things end too. And weirdly enough, that’s actually good too. Do you know why?
Because without life’s low points, we don’t grow. We learn from our mistakes. We get to know ourselves: our limits, our strengths, our weaknesses. It’s often in hard times that we come face to face with who we really are. And on top of that, we’d never truly appreciate the good if we didn’t also know what it’s like to walk through the valleys.
Life is hard. Another cliché, but it’s true. When we handle it right, we accept those hard seasons with gratitude, or at least close them out gratefully. Grateful for the lessons. Grateful for the growth.
And still, even knowing that good things end so more good can grow, it hurts when good times come to a close. That grief is valid. Even Ecclesiastes doesn’t just offer comfort; it laments too. Knowing something and hurting over it aren’t mutually exclusive.
That’s what God is like. He knows life isn’t easy. But he uses it for good. He makes us stronger, wiser, bigger, more valuable. He shapes us into better versions of ourselves.
God created impermanence on purpose. We’re made in his image, but this is exactly where we differ from him completely: in impermanence and sin. I think the two are inseparably linked. Because of sin, impermanence is necessary. All evil has to end. The good remains. Heaven and earth will one day be made whole. Evil and impermanence will be defeated. Through Jesus, they already have been. But when he returns, he’ll hand that victory to us too.
Ecclesiastes 3: 1-8
A time for everything
There is a time for everything, and a season for every activity under the heavens: a time to be born and a time to die, a time to plant and a time to uproot,
a time to kill and a time to heal, a time to tear down and a time to build, a time to weep and a time to laugh, a time to mourn and a time to dance, a time to scatter stones and a time to gather them, a time to embrace and a time to refrain from embracing, a time to search and a time to give up, a time to keep and a time to throw away, a time to tear and a time to mend, a time to be silent and a time to speak, a time to love and a time to hate, a time for war and a time for peace.
“We know that the whole creation has been groaning as in the pains of childbirth right up to the present time.” (Romans 8:22, NIV)
Even though good things end, impermanence can’t be seen as an enemy, because it’s exactly through those moments that we learn and grow. It’s our friend. Not our enemy.
Nederlands
Vergankelijkheid
Vriend of vijand?
- Alles heeft zijn tijd. (Prediker, Bijbel)
- Niets blijft zoals het is. Ook dit gaat voorbij. (Oosters spreekwoord)
- Niets is zo blijvend als verandering. (Heraclitus)
Al eeuwenlang weten we het eigenlijk allemaal: niets blijft. Alles is vergankelijk. Er komt iets, er gaat iets. Je kijkt uit naar vakantie, een dagje weg, of die ene ontmoeting met iemand die je heel bijzonder vindt. Het moment komt… en gaat weer voorbij. Het is net een schip dat je van ver ziet aankomen, dat vlak voor je vaart, en dan weer verdwijnt in de verte. Alleen een foto of een liedje bewaart dat moment nog. Zo werkt het leven nu eenmaal.
Alles heeft zijn tijd, zegt Salomo. Alles heeft een begin, en alles heeft een einde. Zo is de schepping nu eenmaal opgebouwd. Het goede. Het slechte. En precies daar zit de vraag: is vergankelijkheid je vriend of je vijand?
Dat het goed is als het slechte eindigt, daar hoeft niemand over te discussiëren. Iedereen is blij als moeilijkheden voorbijgaan, als het kwaad verslagen wordt (of lijkt te worden). Maar het goede eindigt óók. En gek genoeg is dat ook prima zo. Weet je waarom?
Omdat we zonder de diepe kant van het leven niet groeien. We leren van onze fouten. We leren onszelf kennen: onze grenzen, onze sterke en zwakke kanten. Juist in zware periodes komen we dichter bij onszelf. En daarbij: we zouden het goede nooit echt kunnen waarderen als we niet ook wisten hoe het is om door dieptepunten heen te gaan.
Het leven is hard. Weer zo’n spreekwoord, maar het klopt wel. Als we het goed aanpakken, accepteren we die moeilijke periodes met dankbaarheid, of sluiten we ze op zijn minst dankbaar af. Dankbaar voor de lessen. Dankbaar voor de groei die het ons bracht.
En toch: ook al weten we dat het goede voorbijgaat zodat er nog meer moois kan groeien, het doet gewoon pijn als fijne tijden eindigen. Dat verdriet mag er zijn. Ook Prediker zelf troost niet alleen, hij klaagt ook. Weten én pijn voelen sluiten elkaar niet uit.
Zo is God. Hij weet dat het leven niet makkelijk is. Maar hij gebruikt het voor iets goeds. Hij maakt ons wijzer, sterker, groter, waardevoller. Hij maakt van ons een betere versie van onszelf.
God heeft vergankelijkheid bewust gemaakt. Wij zijn geschapen naar zijn beeld, maar juist hierin verschillen we compleet van hem: in vergankelijkheid en zonde. Ik denk dat die twee onlosmakelijk met elkaar verbonden zijn. Door de zonde is vergankelijkheid nodig. Al het kwaad moet een keer stoppen. Het goede blijft. Hemel en aarde zullen ooit volmaakt zijn. Het kwaad en de vergankelijkheid worden verslagen. Door Jezus zijn ze al verslagen. Maar wanneer hij terugkomt, geeft hij dat ook aan ons.
Prediker 3
Alles op zijn tijd
1 Voor alles bestaat een bepaalde tijd: 2 een tijd om te worden geboren en een tijd om te sterven, een tijd om te planten en een tijd om te oogsten, 3 een tijd om te doden en een tijd om te genezen, een tijd om te verwoesten en een tijd om te herbouwen, 4 een tijd om te huilen en een tijd om te lachen, een tijd om te treuren en een tijd om te dansen, 5 een tijd om stenen weg te gooien en een tijd om stenen bij elkaar te zoeken, een tijd om te omhelzen en een tijd om niet te omhelzen, 6 een tijd om te vinden en een tijd om te verliezen, een tijd om iets te bewaren en een tijd om iets weg te gooien, 7 een tijd om te scheuren en een tijd om te herstellen, een tijd om stil te zijn en een tijd om te spreken, 8 een tijd om lief te hebben en een tijd om te haten, een tijd van oorlog en een tijd van vrede. (Het Boek)
„Wij weten dat de hele schepping nog altijd als in barensweeën zucht en lijdt.” (Romeinen 8:22, NBV)
Ook al eindigt het goede, we kunnen vergankelijkheid niet zien als vijand, omdat we juist van die momenten leren en groeien. Ze is onze vriend. Niet onze vijand.
SONG: There is a time for everything
Verse 1
There is a time for everything,
A purpose under heaven,
A time to laugh, a time to weep,
A time for life and death.
The truth is easy to accept,
But harder to endure,
That even sweetest treasures fade
And nothing stays secure.
Verse 2
Like ships that rise on distant seas,
We watch them drawing near,
We wait in hope, we hold our breath
As something real appears.
But just as close as they may come,
They never choose to stay,
They pass us by for just a while,
Then slowly drift away.
Chorus 2
This too shall pass, the joy, the pain,
Like tides that turn and roll again.
We chase the sunlight where we stand,
But lose it to the shifting sand.
And still we learn through every wave,
Through all we lose, through all we save,
That even grief can shape the soul
In waters running deep and whole.
Bridge
And in the lows we come to know
Our weakness and our grace,
We’d never see the light so clear
Without the darker place.
What feels like loss is not the end,
It will always make us stronger
For every storm that breaks us down
Will build us up again.
Outro
The ships may fade beyond our sight,
But leave us changed inside,
And through it all, we’re led along
Not lost within the tide.
There is a time for everything…
And like the ships that pass us by…
This too shall pass.
Composition & Production: Sandra (created with AI assistance)
Text & Image: Sandra Charmant








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