,

Von Entmutigung zu Ermutigung

Von Entmutigung zu Ermutigung

Sprache wählen | Choose language | Kies een taal

Deutsch
Song: The God who sees me | ENG | Created with AI assistance
Songtext

The God who sees me

Verse 1
My soul is whispering: I can’t go on
My heart is heavy, my strength is gone
My thoughts are spinning, I’m lost and weak
Then I hear my name, You softly speak

Right in the desert, right in the sand
You gently take me by the hand

Refrain
You are the God who sees me
Even when I’m tired and I flee
You open up my eyes to see
The spring that’s waiting there for me
You are the God who sees me

Verse 2
I’m in the dust, my water gone
The desert endless, the day so long
But then You open up my eyes
And there is hope, a new sunrise

The well is there, so near and clear
The well that always has been here

Refrain
You are the God who sees me
Even when I’m tired and I flee
You open up my eyes to see
The spring that’s waiting there for me
You are the God who sees me

Verse 3
You still my soul, You heal my heart
Your word is light when I fall apart
On eagle’s wings You carry me
I run and walk, and I am free

Refrain
You are the God who sees me
Even when I’m tired and I flee
You open up my eyes to see
The spring that’s waiting there for me
You are the God who sees me

Outro
Wherever I stand
Wherever I go
You are the God who sees me

Audio: Mut, Teil 2: Der Gott, der mich sieht

Teil 2: Der Gott, der mich sieht

Im Leben muss man mutig sein. Und zwar ziemlich oft. Wir stehen immer wieder vor Herausforderungen. Manche sehen wir kommen, andere treffen uns ganz unerwartet, ohne Warnung und ohne Vorbereitung. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich fühle mich dem, was auf mich zukommt oder was plötzlich auf meinem Weg liegt, nicht immer gewachsen.

Ich weiß, ich sollte mutig sein. Aber dann kommt ein tiefer Seufzer, ganz aus meiner Seele. „Aber ich kann das gerade nicht …“, sagt meine Seele. „Und ich bin gebrochen …“, sagt das Herz. „Und wir erst!“, sagen meine Gedanken. „Wir sind gerade total überfordert. Wir müssen immer an alles denken, alles verarbeiten und für alles sorgen. Und wir sind völlig durch, nachdem wir so lange und so hart arbeiten mussten …“ „Ach, ihr …“, seufzt der Körper. „Mir tut alles weh, und ich bin müde. Könnt ihr euch nicht ein bisschen mehr anstrengen? Wenn du, Seele, gerade nichts schaffst, du, Herz, gebrochen bist und ihr Gedanken überfordert seid, wie soll ich dann gut arbeiten und euch die richtigen Nährstoffe und Hormone liefern?“

Der Kreis schließt sich. Nichts geht mehr, und das Leben geht trotzdem weiter.

Vor fast viertausend Jahren ging es einer jungen Frau ganz ähnlich. Ihr Name war Hagar. Sie war eine Magd, und Mägde sah man nicht. Man rief sie, wenn man sie brauchte, und schickte sie weg, wenn sie störten. Hagar trug ein Kind unter dem Herzen, und ihre Herrin Sarai behandelte sie so hart, dass sie es nicht mehr aushielt. Also lief sie weg. Einfach in die Wüste, Richtung Schur, ohne Plan.

An einer Quelle machte sie halt. Da sprach sie jemand an, mit ihrem Namen: „Hagar, Sarais Magd, wo kommst du her und wo willst du hin?“ Niemand hatte sie je so etwas gefragt. Es war der Engel des HERRN. Er sagte ihr, dass ihr Sohn Ismael heißen sollte, „Gott hört“, weil Gott ihr Elend gehört hatte. Er schickte sie zurück, aber nicht mit leeren Händen: mit einer Verheißung.

Und Hagar, die Unsichtbare, gab Gott einen Namen: „Du bist ein Gott, der mich sieht.“

Es blieb nicht ihre einzige Begegnung mit Gott in der Wüste. Jahre später schickte Abraham Hagar und Ismael endgültig fort, mit etwas Brot und einem Schlauch Wasser. Sie irrten durch die Wüste von Beerscheba, bis das Wasser aufgebraucht war. Hagar legte den Jungen unter einen Strauch und setzte sich ein Stück entfernt hin, weil sie das Sterben ihres Kindes nicht mit ansehen konnte. Sie weinte. Und wieder hörte Gott, diesmal die Stimme des Jungen. Er rief ihr zu: „Fürchte dich nicht“, und öffnete ihr die Augen, sodass sie einen Wasserbrunnen sah (1. Mose 21,14–20). Die Bibel sagt nicht, dass Gott einen neuen Brunnen geschaffen hat. Sie sagt, dass er Hagar die Augen öffnete. Ismael wuchs in der Wüste auf, und Gott war mit ihm.

Beide Male hat Hagar Gott in der Wüste nicht gesucht. Sie war auf der Flucht und hatte keinen Plan. Gott war schon da, bevor sie ankam, und er hat sie zuerst angesprochen. Er hat ihr nicht gesagt, sie solle sich zusammenreißen und mutiger sein. Er hat sie gesehen und mit ihrem Namen gerufen.

Entmutigung entsteht oft in mir selbst, und sie macht mich blind für das, was schon da ist. Ich sehe nur den leeren Wasserschlauch, die Wüste und meine eigene Erschöpfung. Ermutigung dagegen kommt von Gott, der mich sieht. Sie heißt nicht, dass sich meine Lage sofort ändert. Sie beginnt damit, dass er mir die Augen öffnet für die Quelle, die schon neben mir ist.

Der Gott, der Hagar gesehen hat, sieht auch dich. Genau dich, so wie du gerade bist. Er sieht deine Seele, wenn sie leise sagt, dass sie nicht mehr kann. David kannte das und redete mit seiner eigenen Seele: „Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott“ (Psalm 42,6). Er sieht dein Herz, auch wenn es gebrochen ist und du es vor allen versteckst, und er lässt es nicht einfach liegen: „Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden“ (Psalm 147,3). Er sieht deine Gedanken, die nachts nicht zur Ruhe kommen, weil sie für alles sorgen wollen: „Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch“ (1. Petrus 5,7). Und er sieht deinen müden Körper, der einfach nicht mehr will, und verspricht ihm neue Kraft: „Die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden“ (Jesaja 40,31).

Darum fängt Mut für mich nicht bei mir selbst an. Manchmal brauche ich nur zu wissen, dass Gott mich sieht. Dann kann ich innerlich loslassen und die Last bewusst in Gottes Hände legen. Ihm vertrauen. In diesem Moment leben. Keine Entscheidungen treffen. Einfach das annehmen, was auf mich zukommt. Mir Zeit nehmen, bis die Kraft wiederkommt. Es ist völlig in Ordnung, auch mal nicht okay zu sein. Einfach müde sein und innehalten.

Gott trägt die Last, die mir zu schwer ist, und auch die, die dir zu schwer ist. Wenn ich mir bewusst mache, dass ich nichts im Griff habe, der allmächtige Gott aber vor mir hergeht, weil er mich liebt, dann ist Loslassen doch das Beste, was ich tun kann. Loslassen und Vertrauen fassen. Mehr muss man manchmal gar nicht tun. Das reicht völlig aus.

Ganz praktisch hilft es mir, in Bewegung zu bleiben, damit ich nicht in der Entmutigung stecken bleibe. Auf meine Gedanken habe ich Einfluss: Ich kann sie bewusst vom Negativen zum Positiven lenken. Ich tue etwas, das mir guttut: spazieren gehen, Sport treiben, lesen, Freunde treffen. Ich fühle, was ich fühle, aber ich bleibe nicht darin stecken. Und wenn etwas schiefgegangen ist: Rückschläge gehören zum Leben dazu. Statt mich selbst zu verurteilen, frage ich mich lieber in Ruhe, was ich daraus lernen kann, damit es mich im Endeffekt stärkt und nicht schwächt.

Der erste Schritt ist für mich immer Gott. Er schenkt neue Kraft und neuen Mut, wenn ich ihm meine Last abgegeben habe. Aber dann muss ich auch selbst in Bewegung bleiben. Das Leben besteht aus Jahreszeiten. Gefühle verändern sich und werden mit der Zeit schwächer. Probleme bleiben nicht für immer, wenn wir an ihnen arbeiten. Es geht voran, Schritt für Schritt.

Vielleicht stehst du gerade selbst in deiner Wüste. Dann musst du jetzt keinen Mut aufbringen. Du musst auch keine schönen Worte für Gott finden. Hagar hatte auch keine. Es reicht ein einziger Satz, derselbe, den sie an der Quelle gesagt hat: „Du bist ein Gott, der mich sieht.“ Sag ihn leise, auch wenn du es gerade nicht fühlst. Der Gott, der Hagar in der Wüste gefunden hat, ist schon da, bevor du ankommst. Er kennt deinen Namen, und er weiß, wo der Brunnen ist. Und auch dich verliert er nicht aus den Augen, wo auch immer du heute stehst.

Bibelzitate: Luther 2017.


English
Song: The God who sees me | ENG | Created with AI assistance
Lyrics

The God who sees me

Verse 1
My soul is whispering: I can’t go on
My heart is heavy, my strength is gone
My thoughts are spinning, I’m lost and weak
Then I hear my name, You softly speak

Right in the desert, right in the sand
You gently take me by the hand

Refrain
You are the God who sees me
Even when I’m tired and I flee
You open up my eyes to see
The spring that’s waiting there for me
You are the God who sees me

Verse 2
I’m in the dust, my water gone
The desert endless, the day so long
But then You open up my eyes
And there is hope, a new sunrise

The well is there, so near and clear
The well that always has been here

Refrain
You are the God who sees me
Even when I’m tired and I flee
You open up my eyes to see
The spring that’s waiting there for me
You are the God who sees me

Verse 3
You still my soul, You heal my heart
Your word is light when I fall apart
On eagle’s wings You carry me
I run and walk, and I am free

Refrain
You are the God who sees me
Even when I’m tired and I flee
You open up my eyes to see
The spring that’s waiting there for me
You are the God who sees me

Outro
Wherever I stand
Wherever I go
You are the God who sees me

Audio: Courage, part 2: The God who sees me

From Discouragement to Encouragement

Part 2: The God who sees me

In life, you have to be brave. And quite often, too. We face challenges again and again. Some we see coming; others hit us completely out of the blue, without warning and without any chance to prepare. I don’t know about you, but I don’t always feel up to what’s coming my way or what suddenly lands on my path.

I know I should be brave. But then a deep sigh rises, straight from my soul. “But I just can’t right now …,” says my soul. “And I’m broken …,” says my heart. “And what about us!” say my thoughts. “We’re completely overwhelmed. We always have to think of everything, process everything and take care of everything. And we’re totally worn out after working so long and so hard …” “Oh, you lot …,” sighs my body. “Everything hurts, and I’m tired. Couldn’t you make a bit more of an effort? If you, soul, can’t manage anything right now, you, heart, are broken, and you, thoughts, are overwhelmed, how am I supposed to work properly and give you the right nutrients and hormones?”

And so the circle closes. Nothing works anymore, and yet life goes on.

Almost four thousand years ago, a young woman felt much the same. Her name was Hagar. She was a servant, and servants went unseen. People called for them when they needed them and sent them away when they were in the way. Hagar was carrying a child, and her mistress Sarai treated her so harshly that she couldn’t bear it any longer. So she ran away. Straight into the desert, toward Shur, without a plan.

At a spring of water she stopped. There someone spoke to her, by name: “Hagar, servant of Sarai, where have you come from and where are you going?” No one had ever asked her anything like that. It was the angel of the LORD. He told her that her son should be called Ishmael, “God hears,” because the LORD had listened to her affliction. He sent her back, but not empty-handed: with a promise.

And Hagar, the invisible one, gave God a name: “You are a God who sees me.”

It wasn’t her only encounter with God in the desert. Years later, Abraham sent Hagar and Ishmael away for good, with some bread and a skin of water. They wandered in the wilderness of Beersheba until the water was gone. Hagar put the boy under a bush and sat down some distance away, because she couldn’t bear to watch her child die. She wept. And once again God heard, this time the voice of the boy. He called to her, “Fear not,” and opened her eyes, and she saw a well of water (Genesis 21:14–20). The Bible doesn’t say that God created a new well. It says that he opened Hagar’s eyes. Ishmael grew up in the desert, and God was with him.

Both times, Hagar hadn’t gone looking for God in the desert. She was on the run and had no plan. God was already there before she arrived, and he spoke to her first. He didn’t tell her to pull herself together and be braver. He saw her and called her by name.

Discouragement often starts within me, and it blinds me to what is already there. All I see is the empty water skin, the desert and my own exhaustion. Encouragement, on the other hand, comes from God, who sees me. It doesn’t mean my situation changes right away. It begins when he opens my eyes to the spring that is already beside me.

The God who saw Hagar sees you too. Yes, you, just as you are right now. He sees your soul when it quietly says it can’t go on. David knew that feeling and spoke to his own soul: “Why are you cast down, O my soul, and why are you in turmoil within me? Hope in God” (Psalm 42:5). He sees your heart, even when it’s broken and you hide it from everyone, and he doesn’t just leave it lying there: “He heals the brokenhearted and binds up their wounds” (Psalm 147:3). He sees your thoughts that can’t settle at night because they want to take care of everything: “casting all your anxieties on him, because he cares for you” (1 Peter 5:7). And he sees your tired body that has simply had enough, and promises it new strength: “They who wait for the LORD shall renew their strength; they shall mount up with wings like eagles; they shall run and not be weary” (Isaiah 40:31).

That’s why, for me, courage doesn’t start with myself. Sometimes all I need is to know that God sees me. Then I can let go inside and very deliberately place the burden in God’s hands. Trust him. Live in this moment. Make no decisions. Simply accept whatever comes my way. Give myself time until my strength comes back. It’s completely okay not to be okay sometimes. Just to be tired and pause.

God carries the burden that is too heavy for me, and the one that is too heavy for you. When I realise that I have nothing under control, but that almighty God goes before me because he loves me, then letting go really is the best thing I can do. Letting go and choosing to trust. Sometimes that’s all you need to do, and it’s more than enough.

On a practical level, it helps me to keep moving so that I don’t get stuck in discouragement. I have influence over my thoughts: I can deliberately steer them from negative to positive. I do something that does me good: go for a walk, exercise, read, meet up with friends. I feel what I feel, but I don’t stay stuck there. And when something has gone wrong: setbacks are part of life. Instead of condemning myself, I’d rather calmly ask what I can learn from it, so that in the end it makes me stronger, not weaker.

For me, the first step is always God. He gives new strength and new courage once I’ve handed my burden over to him. But then I also have to keep moving myself. Life is made up of seasons. Feelings change and fade over time. Problems don’t last forever when we work on them. Things move forward, step by step.

Maybe you’re standing in your own desert right now. Then you don’t have to summon up courage right now. You don’t need to find beautiful words for God either. Hagar didn’t have any. One single sentence is enough, the same one she spoke at the spring: “You are a God who sees me.”

Say it quietly, even if you don’t feel it right now. The God who found Hagar in the desert is already there before you arrive. He knows your name, and he knows where the well is. And he won’t lose sight of you either, wherever you’re standing today.

Bible quotes: ESV. Genesis 16:13 uses the ESV footnote reading (“You are a God who sees me”); the ESV main text has “You are a God of seeing”. Psalm numbering follows the ESV (Psalm 42:5).


Nederlands
Song: The God who sees me | ENG | Created with AI assistance
Songtekst

The God who sees me

Verse 1
My soul is whispering: I can’t go on
My heart is heavy, my strength is gone
My thoughts are spinning, I’m lost and weak
Then I hear my name, You softly speak

Right in the desert, right in the sand
You gently take me by the hand

Refrain
You are the God who sees me
Even when I’m tired and I flee
You open up my eyes to see
The spring that’s waiting there for me
You are the God who sees me

Verse 2
I’m in the dust, my water gone
The desert endless, the day so long
But then You open up my eyes
And there is hope, a new sunrise

The well is there, so near and clear
The well that always has been here

Refrain
You are the God who sees me
Even when I’m tired and I flee
You open up my eyes to see
The spring that’s waiting there for me
You are the God who sees me

Verse 3
You still my soul, You heal my heart
Your word is light when I fall apart
On eagle’s wings You carry me
I run and walk, and I am free

Refrain
You are the God who sees me
Even when I’m tired and I flee
You open up my eyes to see
The spring that’s waiting there for me
You are the God who sees me

Outro
Wherever I stand
Wherever I go
You are the God who sees me

Audio: Moed, deel 2: De God die naar mij omziet

Van ontmoediging naar bemoediging

Deel 2: De God die mij ziet

In het leven moet je moedig zijn. En dat best vaak. We staan steeds weer voor uitdagingen. Sommige zien we aankomen, andere overvallen ons volkomen onverwacht, zonder waarschuwing en zonder voorbereiding. Ik weet niet hoe het met jou is, maar ik voel me niet altijd opgewassen tegen wat er op me afkomt of wat ineens op mijn pad ligt.

Ik weet dat ik moedig zou moeten zijn. Maar dan komt er een diepe zucht, helemaal vanuit mijn ziel. ‘Maar ik kan dit nu even niet …’, zegt mijn ziel. ‘En ik ben gebroken …’, zegt mijn hart. ‘En wij dan!’, zeggen mijn gedachten. ‘Wij zijn nu totaal overbelast. We moeten altijd aan alles denken, alles verwerken en overal voor zorgen. En we zijn helemaal op, nadat we zo lang en zo hard hebben moeten werken …’ ‘Ach, jullie …’, zucht mijn lichaam. ‘Alles doet me pijn en ik ben moe. Kunnen jullie niet een beetje meer je best doen? Als jij, ziel, nu niets meer aankunt, jij, hart, gebroken bent en jullie, gedachten, overbelast zijn, hoe moet ik dan goed werken en jullie de juiste voedingsstoffen en hormonen geven?’

De cirkel is rond. Niets lukt meer, en toch gaat het leven gewoon door.

Bijna vierduizend jaar geleden verging het een jonge vrouw precies zo. Haar naam was Hagar. Ze was een slavin, en slavinnen zag je niet. Je riep ze als je ze nodig had en stuurde ze weg als ze in de weg liepen. Hagar droeg een kind onder haar hart, en haar meesteres Sarai behandelde haar zo hard dat ze het niet meer volhield. Dus liep ze weg. Gewoon de woestijn in, richting Sur, zonder plan.

Bij een waterbron hield ze stil. Daar sprak iemand haar aan, bij haar naam: ‘Hagar, slavin van Sarai! Waar komt u vandaan en waar gaat u heen?’ Niemand had haar ooit zoiets gevraagd. Het was de Engel van de HEERE. Hij zei tegen haar dat haar zoon Ismaël moest heten, ‘God hoort’, omdat God haar ellende had gehoord. Hij stuurde haar terug, maar niet met lege handen: met een belofte.

En Hagar, de onzichtbare, gaf God een naam: ‘U bent de God Die naar mij omziet!’

Het bleef niet bij deze ene ontmoeting met God in de woestijn. Jaren later stuurde Abraham Hagar en Ismaël voorgoed weg, met wat brood en een zak water. Ze zwierven door de woestijn van Berseba, tot het water op was. Hagar legde de jongen onder een struik en ging een eindje verderop zitten, omdat ze het sterven van haar kind niet kon aanzien. Ze huilde. En opnieuw hoorde God, deze keer de stem van de jongen. Hij riep haar toe: ‘Wees niet bevreesd’, en opende haar ogen, zodat ze een waterput zag (Genesis 21:14–20). De Bijbel zegt niet dat God een nieuwe put maakte. Er staat dat Hij Hagars ogen opende. Ismaël groeide op in de woestijn, en God was met hem.

Beide keren had Hagar God in de woestijn niet gezocht. Ze was op de vlucht en had geen plan. God was er al voordat zij aankwam, en Hij sprak haar als eerste aan. Hij zei niet dat ze zich moest herpakken en moediger moest zijn. Hij zag haar en riep haar bij haar naam.

Ontmoediging ontstaat vaak in mezelf, en die maakt me blind voor wat er al is. Ik zie alleen de lege waterzak, de woestijn en mijn eigen uitputting. Bemoediging komt daarentegen van God, Die mij ziet. Dat betekent niet dat mijn situatie meteen verandert. Het begint ermee dat Hij mijn ogen opent voor de bron die al naast me is.

De God die Hagar zag, ziet ook jou. Precies jou, zoals je nu bent. Hij ziet je ziel als die zachtjes zegt dat ze niet meer kan. David kende dat en sprak zijn eigen ziel toe: ‘Wat buigt u zich neer, mijn ziel, en bent u onrustig in mij? Hoop op God’ (Psalm 42:6). Hij ziet je hart, ook als het gebroken is en je het voor iedereen verbergt, en Hij laat het niet zomaar liggen: ‘Hij geneest de gebrokenen van hart, Hij verbindt hen in hun leed’ (Psalm 147:3). Hij ziet je gedachten, die ’s nachts niet tot rust komen omdat ze overal voor willen zorgen: ‘Werp al uw zorgen op Hem, want Hij zorgt voor u’ (1 Petrus 5:7). En Hij ziet je vermoeide lichaam, dat gewoon niet meer wil, en belooft het nieuwe kracht: ‘Wie de HEERE verwachten, zullen hun kracht vernieuwen, zij zullen hun vleugels uitslaan als arenden, zij zullen snel lopen en niet afgemat worden’ (Jesaja 40:31).

Daarom begint moed voor mij niet bij mezelf. Soms hoef ik alleen maar te weten dat God mij ziet. Dan kan ik vanbinnen loslaten en de last heel bewust in Gods handen leggen. Op Hem vertrouwen. In dit moment leven. Geen beslissingen nemen. Gewoon aannemen wat er op me afkomt. Mezelf tijd gunnen, totdat de kracht terugkomt. Het is helemaal oké om even niet oké te zijn. Gewoon moe zijn en stilstaan.

God draagt de last die te zwaar is voor mij, en ook de last die te zwaar is voor jou. Als ik besef dat ik niets in de hand heb, maar dat de almachtige God voor mij uit gaat, omdat Hij van mij houdt, dan is loslaten toch het beste wat ik kan doen. Loslaten en vertrouwen. Meer hoef je soms niet te doen. Dat is echt genoeg.

Heel praktisch helpt het mij om in beweging te blijven, zodat ik niet in de ontmoediging blijf steken. Op mijn gedachten heb ik invloed: ik kan ze bewust van het negatieve naar het positieve sturen. Ik doe iets wat me goeddoet: wandelen, sporten, lezen, vrienden ontmoeten. Ik voel wat ik voel, maar ik blijf er niet in hangen. En als er iets is misgegaan: tegenslagen horen bij het leven. In plaats van mezelf te veroordelen, vraag ik me liever rustig af wat ik ervan kan leren, zodat het me uiteindelijk sterker maakt en niet zwakker.

De eerste stap is voor mij altijd God. Hij geeft nieuwe kracht en nieuwe moed als ik mijn last aan Hem heb overgegeven. Maar daarna moet ik zelf ook in beweging blijven. Het leven bestaat uit seizoenen. Gevoelens veranderen en worden na verloop van tijd minder sterk. Problemen blijven niet voor altijd als we eraan werken. Het gaat vooruit, stap voor stap.

Misschien sta je nu zelf in jouw woestijn. Dan hoef je nu geen moed op te brengen. Je hoeft ook geen mooie woorden voor God te vinden. Hagar had die ook niet. Eén zin is genoeg, dezelfde die zij bij de bron zei: ‘U bent de God Die naar mij omziet.’

Zeg hem zachtjes, ook als je het nu niet voelt. De God die Hagar in de woestijn vond, is er al voordat jij aankomt. Hij kent je naam, en Hij weet waar de put is. En ook jou verliest Hij niet uit het oog, waar je vandaag ook staat.

Bijbelcitaten: Herziene Statenvertaling (HSV).



Text & Image: Sandra Charmant






Discover more from Springs in the wilderness

Subscribe to get the latest posts sent to your email.

Leave a Reply

Willkommen bei Springs in the Wilderness! Schön, dass du hier bist. Schau dich gerne auf unserem Blog um, wir hoffen, dass unser Herz dein Herz berührt und du heute einen kleinen Hoffnungsschimmer findest. Sei gesegnet!

Welcome to Springs in the Wilderness! We’re so glad you’re here. Enjoy looking around our blog, we hope our heart speaks to yours and that you find a little glimpse of hope today. Be blessed!

Welkom bij Springs in the Wilderness! We zijn zo blij dat je er bent. Kijk gerust rond op onze blog, we hopen dat ons hart tot het jouwe spreekt en dat je vandaag een klein sprankje hoop vindt. Wees gezegend!

Let’s connect